Zeichnen für Anfänger – 10 einfache Tipps




Du hast keine oder nur sehr wenig Erfahrung mit dem Thema Zeichnen, möchtest aber gern damit beginnen? Du suchst nach grundlegenden Informationen zum Thema Zeichnen und Malen und fragst dich, wie es andere schaffen, so schöne Motive aufs Papier zu bringen? Kein Problem: In meinen 10 Anfängertipps erkläre ich dir, wie du geschickter mit dem Stift wirst.

 

1. Messe dich nicht mit anderen

Was andere zeichnen, kann dir egal sein. Du bist du und das ist auch gut so, und deswegen zeichnest du auch, was du möchtest. Einen Baum mit Eichhörnchen, eine Obstschale voller Früchte, eine Wolke, die wie eine Giraffe aussieht, oder deine nackte Nachbarin – nichts und niemand wird vor dir sicher sein. Setze dich einfach hin und lege los. Zeichne worauf du Lust hast. Mache eine paar schnelle Skizzen, und messe ihre Qualität nicht an anderen Bildern. Vergleiche nicht mit Kunstwerken aus dem Internet. Die Bilder der anderen sind immer besser. Immer! Es wie in der Werbung: Was man in den Medien präsentiert bekommt, sieht immer besser aus als das Selbsterschaffene. Aber weißt du was? Das ist egal! Wichtig ist nur, dass du malst, worauf du Lust hast. Also los! Skizzieren reicht fürs erste. Was kümmern dich die anderen? Skizziere, was du willst und was dir Spaß macht.

 

2. Beginne mit einfachen Objekten

Wenn du noch keine Erfahrung mit Zeichnungen hast, empfehle ich dir am Anfang, an einfachen Objekte zu üben. Du fängst mit dem Groben an und verbesserst dich stetig. Du muss erst Laufen lernen, bevor du eine Entdeckungswanderung unternehmen kannst. Bevor du dich also auf eine kurvenreiche Gebirgswanderung wagst, lernst du erst Kreise, Linien, Vierecke zu ziehen. Das ist kein Scherz. Zeichne geometrische Figuren. Kegel und Kugeln, die sich überlappen. Das ist am Anfang eine schöne Übung. Sie ergeben mit viel Fantasie auch ein Gebirge, in dem du dich danach bewegen kannst. Zeichne also Kugeln, Vielecke und Kegel. Lass ruhig zu, dass sich diese Objekte überlappen und von ganz allein ein Gebirge ergeben. Schraffiere in dunkle Bereiche hinein und experimentiere, wie es dir deine Fantasie ausmalt. Beginne mit dem Elementaren, lerne laufen und wage dich langsam ins Gebirge und der Natur-Zeichnung.

Sieh dir eine Kugel an: Eine Kugel ist eigentlich nur ein Kreis, der wegen Licht und Schatten dreidimensional aussieht. Zeichne also einen Kreis und schraffiere eine Seite dunkler als die andere. Voilà! Fertig ist die Kugel.

Skizzieren lernen: Kegel, Quadrat und Kugel

Auf ähnliche Art werden aus Vierecken dreidimensionale  Kisten. Du musst nur die Seiten und die Oberseite einzeichnen. Mach das einfach! Zeichne Kugeln und Würfel. Das reicht, um elementare Dinge zu erkennen: Licht und Schatten und die äußere Form von Objekten.


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3. Lerne das Sehen

Lerne Sehen! Natürlich kannst du schon sehen, sonst könntest du das hier nicht lesen. Ich meine aber etwas anderes: Betrachte dein Zeichenobjekt wie eine ofenfrische Pizza mit Doppelkäse. Sieh dir jedes Detail an und präge es dir ein. Du musst die Pizza mit den Augen verschlingen. Starre sie so an, dass sie noch roter wird. Lerne sehen! Wenn du Pizza nicht magst, kannst du auch deine Freundin oder deinen Hamster hernehmen. Vielleicht werden die auch rot?

Sieh dein Zeichenobjekt an, als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Überlege, in welche geometrischen Formen du es zerlegen könntest. Eine Pizza ist ein Kreis, eine Frau eine Ansammlungen aus Ellipsen und Kreisen, die Kurven ergeben, und ein Hamster besteht aus einer großen Ellipse (Körper) und einem Kreis (Kopf). Vernachlässige Details wie Pizzabelag, Finger oder Pfoten – erfasse nur die groben Formen. Versuche im nächsten Zug die Objekte mittels deiner Vorstellungskraft dreidimensional so zu verzerren und kippen, sodass die Perspektive stimmt. Eine runde Pizza ist von der Seite eine Ellipse.

Wenn du TV schaust, kannst du die Werbepausen nutzen, um dir Gesichter anzusehen. Warum sieht dieses Gesicht anders aus als jenes? Was ist das markante Merkmal dieses Körpers? Hat die Frau in der Jeanswerbung einen Apfel- oder Birnenhintern? Ist der Augenabstand des Herren eher eng oder weit? Ist seine Stirn groß oder klein? Welche Augenformen siehst du? Solche Übungen verbessern zwar nicht deine Geschicklichkeit an Zeichenstift und Pinsel, schärfen aber dein Auge und deine Beobachtungsgabe.

Du musst sehen lernen! Sehen und unterscheiden!

Verschwende deinen Lebenszeit nicht damit, wie ein Zombie auf kunterbunte Werbebotschaften zu starren, sondern lerne dabei richtiges Sehen und schnelles Erfassen. Fülle diese sinnfreie Zeit mit Sinn! Nutze die permanente Berieselung von Kommerz und der medialen Zwangsbebilderung zu deinen Zwecken und erkenne, was an hübschen Bildern denn nun eigentlich hübsch ist.

Wenn du schnell erkennst, welches Merkmal an einem Gesicht das Besondere ist, kannst du dieses Gesicht auch besser zeichnen. Wenn du die Physiologie eines Objektes nicht verstanden hast, kannst du das Objekt niemals aufs Papier bannen.

Also: Die Augen sind alt und liegen eng zusammen, die Stirn schlägt grobe Falten, die Haare hängen schlapp hinab, die Nase wuchert schief und der Buckel drängt sich krumm nach oben. Jawohl – du zeichnest eine Hexe. Wenn du die Optik der Hexe verstanden hast, kannst du sie auch zeichnen und erschaffst weder eine faltenfreie Jungfrau noch Quasimodo. Aber vorher musst du die Hexe anstarren auf einem Bild oder in Gedanken. Starr sie an, ob sie will oder nicht! Starr sie an, bis sie dich verhext hast und du ihr Antlitz mit geschlossenen Augen siehst. Erst wenn du beginnst, dieses Bild aufs Papier zu übertragen, beginnt das handwerkliche.

Eine alte Hexe skizzieren

Wenn du richtig gut bist, siehst du dein Motiv ausschließlich in Gedanken. Es muss gar nicht vor dir stehen, du kannst versuchen, es dir vorzustellen. Aber vorsicht: Die Fantasie ist wie eine heimliche Geliebte, die ihre Freiheit liebt und dich nur besucht, wenn sie die Lust verspürt, dich von deinen eingleisigen Gedanken abzubringen. Sie kann dich verführen, aber du musst sie tun lassen, was sie möchte. Das ist ihre Regel.
Und wenn sie dir von kleinen, fetten, hässlichen Hexen mit gelb bepunkteten blauen Hüten erzählt, dann hindere sie nicht und höre zu.

Eine Hexe skizzieren und mit Buntstiften zeichnen.

Sehen lernst du natürlich auch, wenn du spazieren gehst oder aus dem Fenster blickst. Nur sollte man hier lieber entspannen, anstatt angestrengt zu sehen, finde ich. Die Fluchtlinien der Welt zeigen sich dem, der sie sucht. Landschaft und Architektur werden von Fluchtlinien getragen. Ein Horizont ist ein Strich, dem andere Linien entgegenstreben. Gebäude verengen sich in der Ferne. Alles baut auf den Geraden am Ende unseres Sichtfeldes auf. Zeichnen ist flüssige Geometrie. Wer Geometrie nicht erkennt, versteht oder wenigstens unterbewusst begreift, kann nicht zeichnen – so hart das klingt.

 

4. Dein Material ist keine Hürde

Kommen wir zu dem, was von Anfängern fälschlicherweise als wichtigen Punkt angedacht wird: dem Material. Ich sage es ganz deutlich: Es ist egal, mit was du eine Skizze zeichnest. Wichtiger ist das Sehen. Wichtig ist die Fähigkeit, jenes Gesehene aufs Papier oder den Bierdeckel übertragen zu können. Solange ihr nicht explizit ein Bild zeichnen oder malen wollt, kommt dem Material eine Tragweite zu wie dem berühmten Sack Reis aus China. Kein Mensch wird besser, weil er mit teuren Stiften zeichnet, keine Linie gerader, weil sie auf 216 g/m² starkem Illustrationspapieren gezogen wurde. Für eine Skizze ist das Material irrelevant! Es reicht der angeknabberte Bleistift der Oma mit dem künstlichen Gebiss, der Radiergummi von der frechen Schwester und das billige 80 g/m² Papier aus dem Bürodrucker. Wenn dort 10 Blätter fehlen, fällt es doch sowieso keinem auf. In der DDR hieß es stets: "Aus unseren Betrieben ist viel mehr rauszuholen." Das stimmt! Bleistifte, Spitzer und Druckerpapier zum Beispiel. Das genügt für einen Anfänger auf jeden Fall. Später, wenn du mit dem Bleistift umzugehen vermagst, kannst du gerne darüber nachdenken, dir einen stabileren 100 g/m² oder 120 g/m² Zeichenblock zuzulegen, denn darauf zeichnet es sich tatsächlich angenehmer. Das Material verbessert aber nicht dein Können, es erleichtert dir nur, deine Fähigkeiten besser einzusetzen. Wer es vermag, aus bracher Erde Erträge zu schöpfen, erntet aus einem gepflegten Feld noch viel mehr.

Für Aquarell- oder Ölbilder, auch für Tintenzeichnungen, brauchst du stärkeres Papier, oder Leinwände und kostspieligere Ausrüstung. Für den Anfang reicht es aber, was du heutzutage in der Hobbyabteilung deines Baumarktes findest.

Was zu der Qualität deiner Skizze beitragen kann, ist sage und schreibe das Licht. Zeichnen hat sehr viel mit Licht und Schatten zu tun. Zum einen versucht man beim Zeichnen oft das Verhältnis von Licht und Schatten an einem Objekt zu erfassen. Aus einem anderen Winkel mit verändertem Licht sieht ein Objekt oft ganz anders aus. Experimentiere einfach mit Licht und Schatten an einem Objekt.
Zum anderen benötigst du zum Zeichnen natürlich Licht. Dein Arbeitsplatz muss hell sein. Du musst sehen, was du malst. Ich skizziere oft halbliegend auf der Couch. Das Licht ist hier dementsprechend dämmrig. Das ist weder für die Augen gut, noch für die Qualität der Skizze. Wenn ich doch nur nicht so bequem wäre. Ein Platz am hellen Fenster bietet ideale Bedingungen fürs Zeichnen. Licht ist dein Freund. Du solltest aufrecht sitzen, nicht wie ich der Vewesung nahe auf der Couch liegen.

 

5. Kritzeln lockert deinen Kopf

Kommen wir zur Basis des Zeichnens, dem schnellen Kritzeln oder Skizzieren. Bilder entstehen oft von ganz allein, wenn man sich traut, dem Stift seinen Willen zu lassen. Skizziere zu Beginn nicht vorsichtig, sondern schnell aber mit wenig Druck. Ziehe viele wilde Linien, die annähernd unsichtbar sind. Du siehst das Bild in deinem Kopf, nicht auf dem Papier und jede Linie beginnt es zu formen. Dein Bild schält sich Strich für Strich ganz allmählich aus deinem Zeichenblatt. Du bist ein Töpfer: Zuerst zeichnest du einen groben Tonklumpen und dann, ganz langsam und unscheinbar, formst du daraus eine ansehnliche Skulptur mit klar definierten und wichtigen Linien.

Aus einer Skizze eine Zeichnung machen

Auf diesem Bild erkennst du noch die zahlreichen Skizzierungslinien. Nicht jede Linie ist wichtig! Zeichne zunächst viele Linien, alle nahezu unsichtbar. Suche die richtige raus. Die Linie, die dein Objekt am besten beschreibt, ziehst du mit mehr Druck nach. So formst du nach und nach die Figuren und Objekte deiner Skizze.

Eine Hexe skizzieren und entwerfen.

Auf diese Weise ist auch diese Hexe entstanden. Sie ist meiner Meinung nach hübscher als die beiden Abscheulichkeiten weiter oben. Um solche Figuren zu zeichnen, brauchst du jede Menge Linien. Fasse den Stift nicht zu weit vorn an. Gönne ihm lockere Freiheit, verwende ihn als Verlängerung deines Unterarms. Schwungvolle Linien werden mit dem ganzen Arm gezogen. Eine Skizze ist besser zu groß als zu klein. Am Anfang brauchst du keine Details zeichnen. Am Anfang brauchst du dich nicht auf kleine Linien festlegen. Am Anfang skizzierst du schnell und gedankenlos aus deinem Unterarm und dem Handgelenk heraus. Erst später, wenn die Umrisse klar erkennbar sind, kannst du deinen Stift ein bisschen weiter vorn anfassen, langsamere und bedachtere Linien ziehen und kleinere Feinheiten herausarbeiten.

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6. Wenn du Anfänger bist: Schraffieren und nicht Verwischen!

Ich weiß, dass ich auf dieser Internetseite sehr viel vom Verwischen schreibe. Wenn du ein Anfänger bist und das Zeichnen lernen willst, vergisst du das ganz schnell. Verwischen ist eine fortgeschrittene Technik, die ich gern verwende. So wie manch ein Koch gern Curry über seine Gerichte streut, verwische ich gern die Grautöne meiner Bilder. Nicht jedem schmeckt Curry. Nicht jeder kennt die richtige Dosis, die den Geschmack verändert statt versaut. Lass die Finger von Curry, wenn du nicht damit umgehen kannst.

Also: Schraffiere dunkle Bereiche, statt sie zu verwischen! Setze feine Linien eng nebeneinander, verwende stärkere für mehr Intensität.

Schraffieren statt verwischen

Eine Schraffur bildet ein Motiv wesentlich markanter ab. Eine Schraffur erschafft eine eigensinnige Charakteristik, die dem Ausdruck einer aalglatt verwischten Zeichnung fehlt. Schraffieren gehört zum Zeichnen wie Wolken an den Himmel. Wer seinen Bleistift noch nicht geheiratet hat, braucht auch die Werke nicht streicheln und verwischen, die dieser erschuff. Und wer die Hochzeit mit seinem Bleistift schon vollzogen hat, der wird von den Vorteilen einer Schraffur wissen. Das Verwischen ist eine komplizierte Technik, der man sich bedienen kann, aber niemals muss. Und warum sollte man es sich als Anfänger schwerer machen, als es sein müsste?

Ein Auge durch eine Schraffur abbilden

Dunkle Bereiche, schattige Ecken, die Ränder eines Objekts, tiefe Falten, Löcher im Boden, die Iris im Auge oder Rundungen am Körper schraffierst du bitte und belässt es dabei. Verwischen würde dein Handwerk versauen. Wenn das Licht von rechts ins Bild fällt, schraffierst du die linken Hälften deine Objekt. Fällt es von oben in die Zeichnung, schraffierst du die unteren Seiten deiner Motive.

Schraffieren ist einfach als Verwischen

Es gibt eine ganz einfache Regel: Sämtliche dem Licht abgewendete Bereiche schraffierst du, wobei der am weitesten entfernteste Punkt am dunkelsten sein sollte.

 

7. Finde rechtzeitig das Ende!

Ich habe noch einen Ratschlag, der wesentlich zum Vergnügen deines Hobbys beitragen wird. Das tolle an diesem Ratschlag ist die Tatsache, dass er nicht nur aufs Zeichnen und Malen angewandt werden kann sondern auf fast alle Dinge, die dein Leben bereichern. Er lautet: Höre rechtzeitig auf!

Rechtzeitig aufhören!

Beende deine Tätigkeit, wenn du ca. 80% des gewünschten Ziels erreicht hast. Dies hat ganz einfache Gründe: Zum ersten weißt du am nächsten Tag, wo es weitergeht. Zum zweiten beendest du deine Schaffen nicht müde und lustlos, sondern freudig und motiviert. Du würdest gern weitermachen, bremst dich aber aus. Wenn du deine Arbeit dann am nächsten Tag fortsetzt, tust du das motiviert und mit Freude, weißt vor Tatendrang vielleicht gar nicht, was du als erstes tun sollst. Das ist ganz einfacher Trick, der Langzeitmotivation fördert.

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8. Übe täglich!

Egal welche Bereiche des Lebens du betrachtest: Wenn du dir großartige Meister ihres Fachs anschaust, wirst du in der Regel einige Gemeinsamkeit an ihnen entdecken:
  • Sie widmen sich schon viele Lebensjahre jenen Dingen, die sie so gut können.
  • Sie haben Spaß an dem, was sie tun.
  • Sie führen ihre Tätigkeit aus, ohne lang darüber zu grübeln.
  • Die Leichtigkeit ist ihr Freund.
Vielleicht kommst du von selbst drauf, warum das so ist.

Auch wenn du es nicht glaubst, aber du lernst wesentlich mehr, wenn du nichts übertreibst und dich stattdessen in kurzen, täglichen Übungen austobst. Kurz müssen sie sein und täglich stattfinden. Du lernst nicht viel, wenn du 3 Stunden am Stück Skizzen aus deinem Kopf und deinem Handgelenk zerrst. Du lernst wesentlich mehr, wenn du diese 3 Stunden auf eine Woche verteilst. Zeichne, male und skizziere täglich ca. eine halbe Stunde. 15 Minuten reichen auch. Du kannst das im Meeting auf dem Block machen, beim Lesen der Zeitung, beim Telefonieren, in einem Café oder wenn du auf dem Sofa sitzt und dir deine Frau die Leviten liest, weil du deine leeren Bierflaschen nicht weggeräumt hast. Es ist nur wichtig, dass du dich daran gewöhnst, schnell die Dinge umzusetzen, die dir in den Sinn kommen oder sich vor dir abspielen. Du zeichnest mit dem Kopf. Er bestimmt, was der Unterarm aufs Papier trägt. Und ein Kopf ist ein träges Tier, das nur durch Wiederholung lernt. Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass Tiere nur sehr langsam lernen. Manche muss man belohnen, andere zwingen, wieder andere rennen einfach weg, wenn es zu kompliziert wird.

Natürlich gehört Talent zum Zeichen, aber durch Übung und Wiederholung kann jeder wenigstens ein bisschen aufholen.

 

9. Nutze Social-Media kritisch.

Wenn du der Meinung bist, dass dir dein Werk besonders gut gelungen ist, möchtest du es natürlich der Welt zeigen. Das geht geht heutzutage wesentlich einfacher als zu der Zeit, in der ich angefangen habe, mich fürs Zeichnen zu begeistern. Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest und Co. bieten dir die Möglichkeit, dein Werk unter die weltweiten Medien zu streuen und vielleicht auch noch konstruktive Kritik dafür zu erhaschen. Auf der einen Seite kann es ungeheuer Spaß bereiten, sich für seine Bildern loben oder sogar feiern zu lassen. Auf der anderen Seite kann Social-Media auch sehr frustrierend sein. Nicht immer wird ein Beitrag wahrgenommen, nicht immer erhält er die Aufmerksamkeit, die er verdient. Vergiss am besten gleich, die Qualität eines Bildes an der Anzahl der Komplimente oder Likes zu messen. Das ist riesengroßer Unfug! Social-Media ist ungerecht! Social-Media feiert bekannte Größen und lässt Newcomer im Schatten stehen. Ein Star zeichnet ein Strichmännchen und heimst 100.000 Likes ein, danach kommst du, zeichnest ein wunderschönes Bild, das vor Ideenreichtum und Können nur so protzt, und wirst mit 7 Likes belohnt. Wenn dich das nicht stört, dann: Herzlich willkommen in der Social-Media-Welt.

 

10. Warum machst du das alles?

Die wichtigste Regel, die alle anderen Regeln und Ratschläge außer Kraft setzt, lautet: Habe einfach nur Spaß!
Zeichne 3 Stunden am Stück, verwische deine Schraffuren, zeichne im Liegen, verzerre Perspektiven, lass den Himmel auf die Erde fallen. Zeichne, was du magst, was du dir selbst nicht vorstellen kannst und erst visualisieren musst, um es zu verstehen. Zeichne, was du dir wünschst oder was du im Traum gesehen hast. Wenn es dir Spaß macht, zeichnest du mit Edding gackernde Hühner auf die Weihnachtsservietten deiner Oma oder schmierst deinem besoffenen Kumpel einen Penis auf die Stirn. Habe einfach Spaß! (Ohne jemanden zu beleidigen oder Fassaden zu schänden.)


Vielen Dank fürs Lesen.

Und warum skizziert du noch nicht das, was du gerade denkst?

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Alle 6 Kommentare anzeigen

Fluffy_Darkness
07.12.2017 10:43 Uhr:


Lieben Dank für diesen schönen Beitrag :)

Ich freu mich drauf, hier zu lesen und von dir zu lernen!


Emma
21.10.2017 18:27 Uhr:


Durch diese Punkte ist mir jetzt einiges klarer geworden, ich bin nicht mehr streng mit mir wenn die Zeichnung mal nichts wird. Aber ich bin auch sicherer geworden und sehe jeden Strich als Teil eines schönen Bildes, der Punkt das man rechtzeitig aufhören sollte ist für mich auch sehr lehrreich gewesen.

Danke für das alles was ich aus diesen Punkten gelernt habe.


Michaela
12.05.2017 22:27 Uhr:


Danke für diesen tollen Text. Konnte sehr viel für mich mitnehmen! Daumen hoch und weiter so. LG Michaela


Norbert
17.04.2017 22:24 Uhr:


Wirklich toll geschrieben, ich freue mich, dass ich Deine Seite gefunden habe.
Ich könnte noch mehr schreiben, aber ich hab keine Zeit mehr, ich muss jetzt erstmal zeichnen...
;)


Yosef
28.03.2017 20:39 Uhr:


Ich bedanke mich nochmal Herzlich dass du diesen blog geschrieben hast,der hat mir in so einigen stellen würklich geholfen.


marlene Mendrzyk
11.12.2016 15:42 Uhr:


Danke für diesen TOLLEN blog,ich liebe deinen Blog einfach und finde es immer toll hier ein bisschen herum zu stöbern:)
Mach weiter so!


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