Ein Chamäleon namens Karlmäleon

Karlmäleon



Und auch als Roman verfügbar ...
 

Januar 2016

Karlmäleon

Ein Chamäleon namens Karlmäleon


Das Chamäleon aus meinem Roman: "Der blinde Junge, der sieben Sommertage die Farben sah".

Wie sich bereits vermuten lässt, handelt das Buch von einem blinden Jungen, der auf einmal sehen kann.

Der Roman hat mit meinen anderen Büchern überhaupt nichts gemeinsam und erzählt eine Geschichte, weit weniger ernst als Krähen und andere Schwarze Geister. Ich plane ein schnelles Buch zu schreiben, das, von einem Ich-Erzähler namens Karl geschildert, einfach zu lesen sein soll.

Das Szenario
Die Geschichte spielt 1972, als man Musik meist nur im Radio hörte, von Computern noch nicht einmal zu träumen wagte und meist mit dem Fahrrad in die Arbeit fuhr. Das Dorf, in dem der kleine Karl lebt, trägt den Namen Regenwiese und ist noch bedeutend langweiliger, als die langweiligsten Dörfer, die ihr kennt. Es gibt Hühner, Kühe und ungeteerte Straßen. Karl wohnt mit Vater und Mutter außerhalb des Dorfes. Weil dieses Szenario so irre spannend ist, habe ich dieser müden Dorfwelt noch eine Schafsweide, den Rauforst und die Alte Färberei spendiert. Irre spannend! Ich weiß.


Die Charaktere:

Karl Weltenlos
Karl ist sieben Jahre alt und von Geburt an vollständig blind. Weil er rein gar nichts sieht, sind seine anderen Sinne überdurchschnittlich gut ausgeprägt. Er fürchtet sich vor dem Filzschlurfer, den er nachts umherschleichen hört. Seine Liebe gilt der Musik und der Natur. Die Hitparade kennt er auswendig. Mit seinem Gehstock streift er in den Ferientagen oft heimlich über die Felder und macht dabei eine schreckliche Entdeckung. Doch das ist noch nicht alles: Während er blind über diese Felder stolpert, tauchen zum ersten Mal Farbkleckse im tiefen Schwarz auf, das ihm seine Augen seit jeher zeigen. Er erkennt zunächst nur einige Farbpunkte, die in den folgenden Tagen aber zu komplexen Formen anwachsen und ihm bald vollständiges Sehen ermöglichen. Natürlich glaubt ihm niemand.

Das Karlmäleon
Das Karlmäleon erscheint in Karls Blick, wann immer es möchte und verschwindet, sobald es Blässe auf seiner Haut bemerkt. Es spricht ausschließlich in Reimen und wechselt die Farbe je nach Stimmungslage. Es lehrt Karl nicht nur die Namen der Farben, sondern auch, wie er sich in den Bildern des Malers zurechtfindet – und das alles in Gedichten.

Der Maler
Vincent da Dila-Ladi ist – wie das Karlmäleon – eine Gestalt, die Karl sehen kann. Der Maler erschafft Bilder, die wie Türen in andere Welten funktionieren. Diese Welten stellen zunächst die einzigen Orte dar, in denen Karl vollständig sehen kann.

Der Kohlekobold
Hinter dem Kamin in Karls Heim haust ein Kohlekobold mit dem Namen Unhold. Ein grimmer, kleiner Geselle, der normalerweise Menschen, Musik und Farben hasst und am liebsten dem Feuerknacken lauscht. Er begleitet Karl, wenn ihm der Sinn danach steht und verhält sich wie ein richtiger Freund. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann Karl ihn sehen, vorher nur hören. Er gibt Karl Ratschläge und passt auf ihn auf.

Mister Led Zeppelin
Der Kater der Familie Weltenlos verhält sich abwesend und feindselig, seit Karl sehen kann.

Der Filzschlurfer
In einsamen Stunden vermutet Karl stets, vom Filzschlurfer heimgesucht zu werden. Leise schleicht sich diese Gestalt auf Filzsohlen an Karl heran, um ihn zu erschrecken, den Mund zuzuhalten oder an den Haaren zu ziehen. Zweifelsohne eine sehr, sehr hinterlistige Romanfigur von infernalischer Bosheit.

Bonifalz
Der Bohnendosenroboter wurde von Karl und dem Kohlebold gebastelt. Bonifalz soll Karl vor dem Filzschlurfer beschützen. Manchmal spricht Bonifalz, manchmal nicht. Ich glaube, dass er irgendwann laufen wird. Natürlich braucht er dafür erst eine Batterie oder eine Seele – ich weiß noch nicht.

Jonny 421
Karls Radio nimmt den Stellenwert eines echten Freundes ein. Es läuft den ganzen Tag, zeigt Karl die Schönheit der Musik und erzählt aus aller Welt. Karl redet von dem Radio, als wäre Jonny 421 ein Mensch.

Mutter
Karls Mutter Lydia Weltenlos arbeitet in der Glühbirnenfabrik und klaut dort manchmal Glühbirnen. Leider sieht Karl nie das Licht dieser Glühbirnen, spürt jedoch deren Wärme.

Vater
Gerhard Weltenlos ist freiberuflicher Fotograf und kümmert sich sehr aufopferungsvoll um seinen blinden Sohn. Karl wünscht sich, eines Tages die Bilder seines Vaters sehen zu können.

Emma, Rosalie, Edith und Elke
Die Mädchen im Dorf ärgern Karl und behandeln ihn, wie man Außenseiter eben behandelt. Karl ist ein kleines bisschen, wirklich nur ein winziges bisschen in Emmas Stimme und Worte verliebt. Wirklich nur ein bisschen!

Kleine Kleckser
Die Kleinen Kleckser saugen mit Strohhalmen Farben aus der Welt. Mehr darf ich nicht verraten. Wirklich nicht! Weiterlesen. Zackzack.

Herbert
Herbert ist ein blauer Klecks, der hin und wieder auftaucht und mit Karl spricht. Vielleicht ist Herbert auch ein imaginärer Freund – das weiß keiner so genau und am wenigsten ich. Herbert ist sehr gemütlich und anhaltend traurig.

Natürlich gibt es noch weitere Figuren wie z.B. den traurigen Kobold mit den zehn lachenden Steinen oder den Verrückten König mit der schiefen Krone. Diese Wesen sind aber nicht wirklich wichtig und müssen hier nicht aufgeführt werden. Sie tauchen nur in den Bildwelten des Malers auf, die ich erst noch schreiben muss. Wer weiß, was mir dann noch so alles einfällt.


Das Buch

...wird kurz und verdichtet, schnell und bunt sein, und deswegen kann ich keine weiteren Details der Story verraten. Was ihr von dieser Romanidee haltet, brauche ich nicht zu fragen, da hier nie einer antwortet. Wahrscheinlich interessiert sich auch niemand dafür. 190 Seiten habe ich geschrieben, ca. 200 oder 300 werde ich noch schreiben – täglich ein paar Wort in gemütlicher Ruhe. Das Buch wird nicht wie das episch lange "Krähen und andere Schwarze Geister" sein, das noch mindestens einen Folgeroman verlangt. Nein, ich versuche es kurzweilig, übersichtlich und einfach zu halten. Eigentlich ist es ein Kinderbuch. Ich freue mich immer sehr auf diese irre Welt, die ich dem kleinen Karl schreiben kann. <3


Nachtrag, 20.01.217
Mittlerweile ist das Buch fertig:
Hier findest du alle Infos zu meinem Roman ...


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Alle 2 Kommentare anzeigen

Enrico
05.06.2016 10:48 Uhr:


Hallo Emily,

vielen Dank für deinen Kommentar. Die beschriebene Geschichte muss erst noch korrigiert werden. Es dauert noch ein Stück (1-2 Monate), bis man sie lesen kann. Ich werde auf dieser Webseite darüber berichten :)

Ich zeichne schon immer und bin 1980 geboren.

LG Enrico


Emily
04.06.2016 17:52 Uhr:


Hey,
Deine Bilder sind klasse! Man findet immer wieder neue Details.
Auch deine Geschichten interessieren mich und ich wüsste gern, ob man die lesen kann, und wenn ja, wo?

Darf man fragen wie lange du zeichnest und wie alt du bist?

LG Emily


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Zeichnen ist ein kreativer Prozess, an dessen Anfang eine Idee steht. Zunächst hast du nur eine grobe Vorstellung deines Motivs und keine Ahnung, wie du diese Idee aufs Papier bringst. Deshalb reicht es am Anfang, ausschließlich Skizzen anzufertigen. Einen Radiergummi brauchst du dabei nicht. Er stört nur deinen kreativen Output und tötet deine Ideen, statt sie leben zu lassen. Schnapp dir einen Bleistift, die Stärke ist egal, und kritzle mit beinahe unsichtbaren Strichen dein Motiv. Kritzle in in mehreren Anläufen, beginne immer wieder von vorn. Überzeichne deine Striche mit weiteren Strichen. Ist der gezeichnete Arm zu kurz oder zu lang? Kein Problem, male einfach einen anderen drüber, bis er richtig erscheint. Kritzle solange, bis du zwischen deinen unscheinbaren Stichen dein Motiv erkennst. Erst dann drückst du etwas stärker auf und ziehst die passenden Linien nach, die dein Motiv abbilden. Auf diese Weise lernst du freies Zeichnen am besten.

Wenn du jetzt weitermachen willst, kannst du deine falschen Striche wegradieren und deine Skizze verfeinern und um Details ergänzen. Ein Vielzahl von stilistischen Elementen stehen dir dabei zur Verfügung. Schraffieren, schattieren, verschnörkeln, ausfransen, verwischen. Du kannst alles tun, wonach dir der Sinn steht. Erschaffe ein Bild nur aus Punkten oder geometrischen Linien. Füge einen unscharfen, dunklen Hintergrund hinzu, der die hellen Glanzpunkte des Hauptmotivs einrahmt und hell strahlen lässt. Licht kann nur durch Dunkelheit strahlen. Betone ein Element deines Motivs besonders, arbeite einen Eyecatcher heraus, verzichte an anderen Stellen bewusst auf Details.

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